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Auf das B.E.L.T. projekt

Zusammenarbeit zwischen Berufsschüler über Fehmarn 2016-2019

Durch die Inbetriebnahme des Fehmarnbelt-Tunnels eröffnen sich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen deutschen und dänischen Ausbildungsinstitutionen Firmen in der Fehmarnbelt-Region. Neben den neuen wirtschaftlichen Herausforderungen ist die soziale Komponente nicht zu vernachlässigen. Trotz der geografischen Nähe zwischen den beiden Nachbarländern ist es in dieser Region bisher noch nicht ausreichend gelungen, bestehende Ressentiments vollends abzubauen und das Interesse an dem Nachbarland zu wecken, das über wirtschaftliche Interessen hinausgeht.

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, dass junge Menschen die Region als wirtschaftliche und soziale Einheit kennenlernen und sich nachhaltig mit ihr identifizieren. Sie sollen durch dieses Projekt auf die Herausforderungen der Region, die auf ganz Europa übertragen werden können, vorbereitet werden. Beispiele sind die schlechte Mobilität oder zu hohe Jugendarbeitslosigkeit. Durch die gemeinsame Führung einer Schülerfirma und Praktika sollen die Teilnehmer mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet werden, um eine aktive Rolle in der Gestaltung und Erhaltung der Fehmarnbelt-Region zu übernehmen. Ein gemeinsamer Arbeitsmarkt soll den Schülern auf diesem Weg nahe gebracht werden.

Durch viele gegenseitige Besuche und eine enge Zusammenarbeit sollen die Neugierde an der Nachbarregion geweckt und letztendlich wirtschaftliche sowie soziale Kompetenzen vermittelt werden. Von diesen Ergebnissen werden einerseits die Projektteilnehmer profitieren, da sie sehr intensiv über den gesamten Projektzeitraum mit andern jungen Menschen des Nachbarlandes zusammenarbeiten werden. Andererseits erfährt die Fehmarnbelt-Region eine Stärkung, da die Teilnehmer den zukünftigen Herausforderungen des grenzüberschreitenden Handels gewachsen sein werden. So werden die Mobilität und der Abbau von Sprachbarrieren einen zentralen Schwerpunkt des Projektes darstellen.

Diese Projekt-Teilnehmer sollen als Multiplikator wirken und positive Erfahrung und Einstellung auf deren Freunde, Familien und andere Schüler und die Region übertragen.

Das methodische Hilfsmittel zur Erreichung der Projektergebnisse ist die Gründung einer gemeinsamen Schülerfirma. Dabei einigen sich die Schüler auf ein gemeinsames Produkt, welches arbeitsteilig entwickelt und als Prototyp produziert wird und dessen Vermarktung simuliert werden soll. Um ein gemeinsames Handlungsprodukt zu schaffen, ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erforderlich.

Nur der direkte, andauernde und strukturierte Kontakt zwischen jungen Menschen kann diese mit den notwendigen Kompetenzen versehen. Die Begegnung von Akteuren ist hierbei essentiell. Der Fremdsprachenerwerb oder der tolerante und verständnisvolle Umgang miteinander sind notwendig, damit die Fehmarnbelt-Region weiter zusammenwachsen und ein gemeinsamer Arbeitsmarkt entstehen kann. Diese gewünschte interkulturelle Kompetenz lässt sich nicht isoliert im Klassenraum erlernen.

Der innovative Charakter des Projektes besteht in der Simulation des grenzüberschreitenden Handels. Sämtliche Ziele des Projektes lassen sich dadurch effektiv und nachhaltig erreichen. Um einen möglichst modernen und interessanten Projektverlauf anbieten zu können, wollen die teilnehmenden Lehrkräfte mit aktuellen Unterrichtsmethoden arbeiten (Tandem-Lernen, kooperatives Lernen, interdisziplinäres Lernen).